unmarked_space vereint Visionen unterschiedlicher Herkunft und Ausrichtung, um sie jenseits urbaner Abgrenzungszwänge zu entwickeln und öffentlich vorzustellen. Innerhalb des Naturraums zwischen Meer und Windwatten wird für die Dauer einiger Tage ein Kunstraum entfaltet.

"Zwar erzeugt jede Ausdifferenzierung eines Systems immer zugleich System und Umwelt, da Systeme nur als Formen gebildet werden können, die eine andere Seite, einen "unmarked space" voraussetzen. ... Sie können ihre Umwelt nicht vergessen. Sie bleibt durch Einschluß des Ausgeschlossenen immer präsent. ... Aber daraus folgt nicht, dass systemintern eine Kompetenz für die Behandlung von Umweltfragen ausdifferenziert wird. Schon das Verhältnis von Energiebeschaffung und Machtbildung ist in allen Gesellschaften schwierig gewesen, weil die Umsetzung von Umweltproblemen in systeminterne Strukturen an deren Eigenlogik scheitert."

Niklas Luhmann Die Gesellschaft der Gesellschaft  S.802 f


"Seit dem Erscheinen von Daniel Defoes Roman "the life and strange surprising adventures of Robinson Crusoe, of York, Mariner: who lived eight and twenty years all alone in an unhabited island on the coast of America... written by himself" von 1719 habe Europäer zugegeben, dass Menschen Wesen sind, die auf Inseln etwas zu suchen haben. (...) Dies feststellen heißt auf die Asymetrie der Beziehungen zwischen Land und Insel aufmerksam werden. Üblicherweise verhalten sich Festlandkultur und Inselexistenz zueinander wie Regel und Ausnahme- und der Vorrang der Ausnahme macht sich im Fall Robinsons exemplarisch geltend."
(Peter Sloterdijk, Sphären III, S 309)